Marienkirche      
                                         Zorbau
Marienkirche Zorbau
Marienkirche - Start
Die Kirche heute
Geschichte der Kirche
Sanierungstagebuch
Termine
Fotos
Gästebuch
Spenden
Impressum

Donnerstag, 8. November 2007

2008 soll die Sicherung und Sanierung der Dachkonstruktion erfolgen. Hier der Stand der Dinge:
Die Marienkirche in Zorbau ist ein Schatzkästchen. Neben ihrem kostbaren Inhalt stellt sie selbst einen hohen bauhistorischen Wert dar.
Von Außen und Innen vermittelt die Marienkirche trotz einiger Eingriffe einen ursprünglichen, dörflichen Eindruck. Die wesentlichsten Veränderungen der spätromanischen Anlage fanden mit dem Anbau des kreuzrippengewölbten Chores zur Zeit der Gotik statt. An Anfang des 18. Jahrhundert erfolgte die Herstellung einer holzgewölbten Decke für den Einbau einer zweiter Empore.
Durch diesen Eingriff wurde das Dachtragwerk über dem Schiff nachhaltig verändert. Die Deckenbalken wurden entfernt und als Diagonalversteifung über der Tonne wieder eingebaut. Auf Spannanker wurde verzichtet. Als Ergebnis zeigt das Tragwerk große statisch-konstruktive Schäden. Hölzer an den Knotenpunkten sind nicht mehr formschlüssig verbunden. Die Sparren biegen sich über die zulässigen Werte durch. Auch das Mauerwerk des Kirchenschiffes leidet unter der falschen Lasteintragung und zeigt Risse und Verformungen.
Das Dachtragwerk über dem Chor weist ebenfalls statisch-konstrukiv schwerwiegende Fehler auf. So sind die einzelnen Sparrengebinde untereinander nur durch die Dachlatten verbunden. Pfetten, Windrispen oder eine funktionierende Mauerlatte fehlen. Das Ergebnis der direkten Eintragung von Schubkräften auf die Mauerkrone ist eine Verformung nach außen von 60 mm. Das Kreuzrippengewölbe hat sich dadurch etwas abgesenkt und es sind klaffende Fugen an den Schwachstellen entstanden.
In Absprache mit Denkmalpflege und Kirchenämtern kommt eine zusätzliche Aussteifung innerhalb der Dachkonstruktion zum Einsatz, um den Kräfteverlauf positiv zu verändern. Die Sanierung berücksichtigt den gewachsenen Bestand und wird nur mit den notwendigsten Anpassungen ausgeführt. Ziel ist es, in größtmöglichem Umfang die Originalsubstanz zu erhalten. Ein Schnitzaltar von 1515 gehört zu den wertvollsten Ausstattungsstücken der Marienkirche. Außerdem sind ein romanischer Taufstein vorhanden, eine Sakramentsnische mit Reliefkreuz und bemalter architektonischer Umrahmung. Auf der Nordseite und an der Gewölbedecke haben sich romanische und gotische Wandmalereien erhalten.
Im hölzernen Glockenstuhl von 1858 hängt eine bronzene Glocke aus dem 13. Jahrhundert. Aufgrund der gesamtkirchlichen Situation wird die Kirche seit einigen Jahren nicht ausgelastet. Doch der Gemeindekirchenrat hat auch über diese Zeit beharrlich Spenden für die langersehnte Innenrenovierung gesammelt. Durch ein Holzschutzgutachten kamen jedoch die großen Schäden am Dach 2006 zum Vorschein. Pfarrer Wisch konnte zwei Erwachsenentaufen durchführen und es gibt mannigfaltige Pläne zur Nutzung des Kirchenraumes und zur Einbeziehung der Kirche in das Dorfleben. (Quelle: Dipl.-Ing. Lydia Winkler Architekten + Ingenieure | www.winkler-ai.de)


Die Balken des Dachstuhles sind in sehr schlechtem Zustand (Quelle: Dipl.-Ing. Lydia Winkler Architekten + Ingenieure)


Die Balken des Dachstuhles sind in sehr schlechtem Zustand (Quelle: Dipl.-Ing. Lydia Winkler Architekten + Ingenieure)


Die Balken des Dachstuhles sind in sehr schlechtem Zustand (Quelle: Dipl.-Ing. Lydia Winkler Architekten + Ingenieure)

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Juni 2010 )
 
©2010 Marienkirche Zorbau
Mit freundlicher Unterstützung von www.zorbau.de