Zorbau
Die erste Orgel wurde um das Jahr 1699 als ein altes Werk von der Kommune in Weißenfels für 30 Taler gekauft. Die jetzige Orgel wurde auf Kosten der Gemeinde von Johann Georg Franke aus Buttelstädt erbaut, am 13. Februar 1724 vollendet und kostete über 100 Taler. Der Spieltisch befindet sich jetzt an der Südseite. Vermutlich wurde er erst später von der Stirnseite dorthin versetzt. Um für genügend Licht zu sorgen, war dort das erste Dachfenster. Als der Spieltisch versetzt wurde, wurde ein zweites Dachfenster eingebaut. Die Orgel ist mit braun-gelber Farbe überstrichen. An manchen Stellen wird die ursprüngliche rot-braune und grüne Farbe sichtbar.
Orgel der Marienkirche (Quelle: Dipl.-Ing. Lydia Winkler Architekten + Ingenieure)
"Weißenfelser Land ( 1818 )
Neben Werken, die von Friedrich Ladegast und seinem Sohn Oskar erbaut wurden (von Christian Förner hat sich nachweislich nichts an Neu- oder Umbauten erhalten), sind im Weißenfelsischen aber Orgeln erhalten geblieben, die von Meistern erbaut worden sind, die aus der nähern oder auch weiteren Umgebung in diesen Raum kamen, um Reparaturarbeiten und schließlich auch Neubauten auszuführen. Als ältestes erhaltengebliebenes Werk darf eine von dem auf Buttelstädt bei Weimar stammenden J.G. Franke für die Dorfkirche zu Zorbau erbaute Orgel angesehen werden. Es folgt ein von einem Gottfried Joch stammendes Werk, das 1723/24 für die Kirche in Nellschütz erbaut worden ist. Von der bekannteren Werkstatt der Familie Trampeli aus Adorf/Vogtland stammt die Orgel, die 1793 in Prittitz aufgestellt wurde. Thüringischer Einfluss hingegen wird durch Werke der Familie Poppe (Stadtroda) in Markwerben (1818) und F.C.A. Gerhardt (Dornburg/Saale) in Tagewerben und Reichardtswerben (beide Werke 1819) deutlich. Aus dem benachbarten Zeitz hingegen wurde im Jahr 1820 von der dort ansässigen Werkstatt des Johann Gottlob Böhme ein älteres, bereits vorher in Zeitz in Gebrauch gewesenes Werk nach Leißling gebracht und dort aufgestellt. Von Böhme selbst stammt die 1835 in Poserna aufgesetzte Orgel."
Quelle: www.lechner-hermsdorf.de/holzlaender/personen/poppe.html zuletzt aufgerufen am 09.07.2008