Durch die Entfernung der Kanzel und der unteren Empore im Jahre 1976, aber auch durch Abblättern des Putzes im Laufe der Jahre wurden Wandmalereien sichtbar. 1987/88 wurden diese teilweise freigelegt. An der Nordseite des Kirchenschiffes lassen sich in den Resten der Wandmalereien, die für die Marienkirche maßgeblichen Bauperioden wieder finden.
Romanik Blickt man auf die Nordseite des Kirchenschiffes, ca. 2m von der rechten Ecke entfernt, erkennt man noch gut ein Weihekreuz. Es stammt aus der Zeit der Romanik und wurde immer wieder erneuert.
Gotik Unter dem Bilderteppich wurde ein Fries aus gotischer Zeit teilweise freigelegt. Unmittelbar an der rechten Ecke sieht man in den Resten der Wandmalereien einen Heiligen mit Heiligenschein. Die immer wieder auftretenden rotbraunen Stellen über die ganze Wand lassen auf einen Fries von Heiligen schließen. Die rotbraune Farbe lässt außerdem darauf schließen, dass es zur selben Zeit wie die Malerei um das Sakramentshäuschen angefertigt wurde. Auch im Kreuzgewölbe sind gotische Malereien zu ahnen.
Barock Ins Auge fällt ein Bilderteppich mit schwarzen Umrandungen. Er ist älter als die Emporen. Ein paar Details sind noch zu erkennen. Zum Beispiel eine ausgestreckte Hand ca. 3,20 m von der rechten Ecke entfernt. Ebenfalls in der Barockzeit entstanden ist die Malerei auf der Empore an der Nordseite zwischen den Fensterbogen unmittelbar über dem Fußboden. Dort kann man gut eine Gestalt mit Gesicht und Turban, daneben ein zweites Gesicht erkennen.
19. Jahrhundert Aus dem 19. Jahrhundert stammen die Malereien in Rot und Blau im Triumphbogen und im Kreuzgewölbe.