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Marienkirche      
                                         Zorbau
Marienkirche Zorbau
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Die Geschichte der Marienkirche Zorbau

"Eine der ältesten und wertvollsten Kirchen des Kreises Weißenfels befindet sich in Zorbau. Im Grünen versteckt bietet sie sich nicht früher den Blicken dar, als bis man direkt davor steht.
Über ihre Entstehungsgeschichte ist nichts bekannt. Der Name Zorbau, der ebenso wie die kreisförmige Dorfanlage auf slawisch-sorbischen Ursprung hindeutet, kommt zum ersten Male in einer Urkunde vom Jahre 1088 vor. Uda, die Tochter Friedrichs I. zu Goseck und Gemahlin Alberts von Gummersburg, besaß hier in Zorbau ein Gut, auf dem sie auch in genannten Jahre starb. Es ist nun leicht anzunehmen, daß diese Frau die Stifterin der Kirche gewesen ist, besonders da die Kirche auch ihrer Bauart nach in diese Zeit paßt."
Heimatkalender, 1909

 Marienkirche in Zorbau

 

 

Die Kirche ist eine der ältesten Kirchen im Burgenlandkreis, vielleicht sogar die Älteste. Ursprünglich wurde sie als romanische Wehrkirche errichtet. Ihre Erbauung erfolgte in den Jahren um 1000. Sie liegt am Eingang des Dorfes. Besonders im Sommer ist sie leicht zu übersehen, da vor ihr große Bäume stehen.

Zorbau wird bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. Uda die Schwester des Pfalzgrafen Friedrich II. starb nach der Gosecker Klosterchronik 1088 „apud curtem suam Zurbavio“ (auf ihrem Gut in Zorbau) und wurde in Goseck begraben. Uda gilt als die Stifterin der Zorbauer Kirche.

Der Weg durch das ehemalige Friedhofsgelände führt direkt zum Eingang an der Südseite. Zuerst betritt man einen romanischen Anbau, welcher nicht mit dem Gebäude verfugt ist. Dieser Anbau erfolgte offenbar später. Der Grund für diesen Anbau ist bisher nicht bekannt. Der Eingang zum Kirchenschiff ist etwas größer, als der des Anbaus. Die Tür mit den fisch- und schlangenförmigen Beschlägen ist sehr alt. Möglicher Weise stammt sie vom Ursprung der Kirche.
Am Eingang waren früher vermutlich Stufen, weil die Erdhöhe um die Kirche niedriger war. Durch den Friedhof, welcher um die Kirche herum genutzt wurde, kam es im Laufe der Jahre zu einer Erhöhung des Geländes, so dass die Stufen nicht mehr erforderlich waren. Auch im Kircheninneren erfolgte eine Fußbodenerhöhung. Das ist z.B. erkennbar an den Wandkämpfern an der Süd- und Nordwand, welche die ehemals bogenartigen Durchgänge zum Turm stützen. Der sichtbare Wandkämpfer links neben dem Eingang hat als Verzierung ein Schachornament, (wie in der Doppelkapelle in Freyburg) in ca. einem Meter Höhe. In anderen Kirchen, wie z.B. Nempitz, befindet sich die dortige Verzierung mindestens in Kopfhöhe.

Die Marienkirche Zorbau in der Zeit der Romanik
Die Marienkirche Zorbau in der Zeit der Gotik
Die Marienkirche Zorbau in der Zeit des Barock
Ab 1800
Besonderheiten an den Kirchenaußenwänden
Wandmalereien
Taufstein
Die Orgel
Glocken
Sakramentshäuschen
©2010 Marienkirche Zorbau
Mit freundlicher Unterstützung von www.zorbau.de